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Nokia N97: das S60-Touch-Smartphone-Flagschiff

Gestern hat Nokia das erste Nseries-Smartphone mit der neuen Touch-Oberfläche S60v5 angekündigt. Es hat ein 3,5 Zoll großes Display mit 640×360 Pixeln Auflösung und eine vollständige QWERTZ-Tastatur, die man erreichen kann, indem man das Display nach oben schiebt.

Vorteile gegenüber dem Nokia 5800 XpressMusic, das ebenso eine Touch-Oberfläche mitbringt und in den kommenden Wochen auch in Deutschland auf den Markt kommen wird, gibt es einige: so hat die Kamera eine Auflösung von 5 Megapixeln, der Speicher ist mit 32 GB üppig (zusätzlich kann eine MicroSDHC-Karte eingesetzt werden), der Akku ist deutlich leistungsfähiger und es ist auch ein Digitalkompass eingebaut. Letzterer ermöglicht es beispielsweise bei der Benutzung von Nokia Maps, dass die Karte bereits richtig gedreht ist. Zudem gibt es einige Erweiterungen in der Oberfläche: auf dem Startbildschirm können Widgets beliebig angeordnet werden, die Informationen aus Social Networks, von RSS-Feeds usw. anzeigen können.

Das Gerät kommt in der ersten Jahreshälfte 2009 für etwa 650 Euro (ohne Vertrag) auf den Markt. Weitere Informationen, Bilder und Videos gibt’s bei Engadget.

Nokia 5800 XpressMusic (“Tube”) offiziell angekündigt

Gestern wurde das Nokia 5800 ExpressMusic, aus Gerüchten eher unter dem Arbeitstitel “Tube” bekannt, offiziell vorgestellt. Das 5800 wird das erste Handy mit der neuen S60-Oberfläche in der Version 5 sein, die auf die Bedienung mit Touchscreen optimiert wurde.

Die technischen Daten: das Display hat eine Auflösung von 360 x 640 Pixeln mit 24 Bit Farbtiefe und taktiles Feedback (leichte Vibrationen beim Berühren). Die Verbindungsmöglichkeiten sind vielfältig: neben GSM, UMTS, Bluetooth und WLAN ist ein microUSB-Anschluss vorhanden, Kopfhörer können mit einem Standard-3,5mm-Stecker angeschlossen werden, der auch als TV-Out verwendbar ist. A-GPS ist ebenso eingebaut. Wie unter anderem beim N95 ist auch ein Bewegungssensor eingebaut, der auch die Rotation des Displays steuert. Außerdem ist auch ein Annäherungssensor dabei, den es bereits beim Nokia 7650 schon einmal gab. Ein Stereo-Radio ist auch dabei, leider aber wohl kein FM-Transmitter. Die Auflösung der Kamera ist mit 3,2 Megapixeln eher im Mittelfeld, hat aber auch das übliche Carl Zeiss-Autofokus-Objektiv; Videos können mit 30 Frames pro Sekunde im Widescreen-Format (640×360 Pixel) aufgenommen werden. Betriebssystem ist Symbian OS v9.4.

Wie bereits angekündigt wurde, handelt es sich bei dem Telefon nicht um ein neues Flagschiff, sondern eher um ein Mittelklasse-Gerät – darum ist auch der Preis mit etwa 279 Euro (zzgl. Steuern) überraschend niedrig.

Das Gerät selbst hat nur Speicher für Betriebssysteme und einige Anwendungen (81 MB), es liegt aber eine 8 GB-MicroSD-Speicherkarte bei (der Slot ist Hot-Swap-fähig, maximal möglich sollen 16 GB-MicroSD-Karten sein). Im Lieferumfang befindet sich auch ein Stylus und ein Plektron, mit dem man das Gerät bedienen kann – ein Großteil aller Aufgaben sollen sich aber auch mit dem Finger direkt erledigen lassen. Sehr praktisch auch: der mitgelieferte aufklappbare Ständer.

Endlich ist es also soweit und Nokia baut Handys mit großem Touchscreen! Wie gut die Oberfläche gelungen ist, werden wir aber erst erfahren, wenn es erste Testgeräte gibt – CrunchGear war von der Bedienung bei einem ersten Hands-On nicht sonderlich beeindruckt.

Einen recht guten Eindruck von der Benutzeroberfläche vermitteln die ersten Videos bei SymbianFreak.

[UPDATE]: Ein sehr ausführliches und lesenswertes Review ist bei Mobile-Review erschienen.

[UPDATE 2]: Ein sehr ausführliches Review zur S60 5th edition ist nun ebenfalls bei Mobile-Review zu finden.

Via Darla Mack, SymbianFreak, Symbian-Guru. Foto © Nokia.

FlipSilent: Anrufe und Wecker durch Telefon-Drehungen verstummen lassen

FlipSilent v1.01Wer bereits ungeduldig auf ShutUp wartet, für den gibt es nun eine Alternative: der chinesische Symbian-Entwickler Tong Ren hat mit FlipSilent eine Applikation entwickelt, die etwa denselben Zweck erfüllt: durch einfaches Umdrehen des Telefons auf die Display-Seite kann man gerade eingehende Anrufe abweisen oder zumindest den Rufton lautlos stellen, was das Video zeigt. Es kann konfiguriert werden, ob bei eingehenden Anrufen und der Umdreh-Bewegung das “Lautlos”-Profil aktiviert oder der Anruf abgewiesen werden soll. Weiterhin kann eingestellt werden, welches Profil beim Zurückdrehen des Telefons aktiv werden soll und ob man die kleine Anwendung per Autostart laden will.

Besonders interessant finde ich, dass die Anwendung auch im Zusammenhang mit dem Wecker funktioniert: beim Umdrehen des Telefons bei aktivem Weckton wird die “Snooze”-Funktion ausgeführt – und der Weckton ertönt ein wenig später erneut. Dies funktionierte bei mir in der aktuellen Version 1.01 allerdings nur bei aktivierter Flip-Aktion “Hang up call”.

Die Anwendung funktioniert bereits ganz gut – nur etwas Feinschliff ist noch nötig. So ist FlipSilent immer aktiv und kann so auch unbeabsichtigt in das “Lautlos”-Profil wechseln. Damit werden wohl auch immer die Lage-Informationen vom Accelerometer abgefragt, was einen erhöhten Stromverbrauch mit sich bringen dürfte, wie schon in frühen Betas von RotateMe 2 zu sehen war. Eine Aktivierung ausschließlich bei eingehenden Anrufen und beim Weckton wäre wohl sinnvoll.

Mit dem Release “überholt” der chinesische Entwickler den Franzosen Samir, der für diese Woche eine erste Beta von ShutUp angekündigt hatte, die sich allerdings noch etwas verzögern dürfte. FlipSilent ist darüber hinaus als unsignierte Anwendung bereits frei zum Download erhältlich, während RotateMe zunächst als closed-beta für Spender erscheinen wird.

Nokmote: erste closed-Beta erschienen

Nokmote beta1Die erste geschlossene Beta-Version von Nokmote ist gestern Abend erschienen. Mit diesem Programm ist es möglich, das Keypad des N95 durch Bewegungen des Telefons zu steuern.

Die Software ist in einem frühen Stadium. Die Steuerung funktioniert bereits, jedoch muss das Telefon in der Ausgangsposition waagerecht sein. In der zweiten Beta-Version, die am kommenden Wochenende erscheint, soll auch eine Kalibrierung enthalten sein, sodass die Ausgangsposition frei einstellbar ist.

Wer auch am Beta-Testen teilnehmen möchte, sollte dem Entwickler Samir Oueldi eine kleine Spende zukommen lassen. Dann erhält man Zugriff auf das neue Forum, in dem sich die Vorabversionen herunterladen lassen. Das fertige Programm ist allerdings dann in jedem Falle kostenlos.

rotateMe 2.0 beta 5 jetzt öffentlich verfügbar

Die 5. Beta-Version des innovativen rotateMe 2.0, mit dem sich die Orientierung des Displays auf dem N95 durch Drehen des Telefons ändern lässt, ist jetzt für jedermann verfügbar. Seit der Beta 4 ist das Programm recht stabil und verfügt über eine Oberfläche, auf der man detailliert Einstellungen vornehmen kann.

Die Beta 5 wird vorläufig die letzte Beta sein. Derzeit arbeitet Samir Oueldi, der Entwickler, bereits an Nokmote, einem Programm, mit dem man durch Telefonbewegungen viele Funktionen des Telefons steuern kann. Weiterhin ist er wohl bereits mit der Anwendung “ShutUp” beschäftigt – über die allerdings noch nichts näheres bekannt ist.

Wer sich für die Nokmote-Betas interessiert, sollte Samir über den oben genannten Link den ein- oder anderen Euro spenden – alle Spender erhalten automatisch alle Beta-Versionen der Software.