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Archiv für die Kategorie „WebDevelopment“

Installation des Palm Mojo SDK 1.3.5 für WebOS unter Ubuntu 9.10

Zur Entwicklung von Anwendungen für WebOS benötigt man das Mojo-SDK von Palm. Im Folgenden eine kurze Beschreibung der Installation für die aktuelle Ubuntu-Version 9.10 (Karmic Koala). Obwohl zum aktuellen Zeitpunkt für europäische Palm Pre-Geräte noch die Firmware 1.3.1 aktuell ist, installiere ich bereits das SDK 1.3.5, da es sich bis zur Veröffentlichung der neuen Firmware in Europa (hoffentlich) nur um Tage handeln kann…

Für den Emulator des SDK wird die Virtualisierungssoftware VirtualBox von Sun benötigt. Eine aktuelle Version von VirtualBox erhält man am Besten, indem man das offizielle VirtualBox-Repository zu den Paketquellen hinzufügt. Dies kann man sowohl in der /etc/apt/sources.list direkt als auch in der Gnome-Anwendung “Software-Paketquellen” (System > Systemverwaltung > Software-Paketquellen) vornehmen. In ersterem Fall wird die folgende Zeile einfach an eine geeignete Stelle der Datei eingefügt, im zweiten Fall wechselt man in den Reiter “Andere Software” und fügt dieselbe Zeile über “Hinzufügen” der Liste hinzu:

deb http://download.virtualbox.org/virtualbox/debian karmic non-free

Um den Key der neuen Paketquelle zu importieren, muss in der Konsole folgendes ausgeführt werden:

wget -q http://download.virtualbox.org/virtualbox/debian/sun_vbox.asc -O- | sudo apt-key add -

Nun kann nach einem Update der verfügbaren Pakete das Java Runtime Environment von Sun sowie VirtualBox installiert werden (Die freie Standard-Java-Runtime von Ubuntu, GCJ ist wohl mit dem SDK nicht kompatibel):

sudo apt-get update
sudo apt-get install sun-java6-jre
sudo apt-get install virtualbox-3.0

Auf 64bit-Systemen muss wohl noch folgendes Paket installiert werden:

sudo apt-get install ia32-libs

Dann kann es bereits an die Installation des Novacom-Service (wird benötigt) und des SDK gehen, das bequem als .deb-Paket von Palm heruntergeladen werden kann:

palm-novacom_1.0.46_i386.deb
palm-sdk_1.3.5-svn234138-sdk117-pho368_i386.deb

Die beiden Pakete können in Ubuntu einfach durch Doppelklick oder auf der Konsole via dpkg -i [Dateiname] installiert werden. Achtung: die Novacom-Version scheint seit dem SDK 1.3.5 erneuert worden zu sein – eine eventuell bestehende Novacom-Installation (z.B. für WebOS Quick Install) sollte also aktualisiert werden.

Fertig! Nun kann zum Test der Emulator mittels

palm-emulator

gestartet werden. Update: Leider erhalte ich die Fehlermeldung, dass Novacom nicht läuft.

Novacom Not Running
In order to install or debug applications in the Palm Emulator, the novacom service must be running on your desktop. Please verify that you have the latest Palm SDK installed correctly.

Dieser Fehler, der mit Upstart von Ubuntu Karmic zusammenhängt, sollte laut Palm-Developer-Forum eigentlich in der aktuellen Novacom-Version behoben sein. Offensichtlich ist dennoch Handarbeit nötig, das Anlegen der Datei /etc/init/novacomd.conf – mit dem der Start von novacomd funktionieren soll – ist hier beschrieben. Vorübergehend lässt sich Novacom aber auch manuell wie folgt starten:

sudo /opt/Palm/novacom/novacomd start

Update 2: Nachdem ich im Emulator-Fenster zur Auswahl der Systeme (Pre/Pixi) nach dem Start von palm-emulator auf “Start Emulator” klicke, passiert nichts – mttels Doppelklick auf das entsprechende System startet der Emulator allerdings problemlos.

Die Installationsschritte können auch direkt bei Palm noch einmal nachgelesen werden.

Ein guter und einfacher Einstieg in die ersten Schritte mit dem SDK ist Palms Hello World-Tutorial. Viel Erfolg mit dem SDK!

WordPress 2.7 “Coltrane” ist fertig

Die lang erwartete neue WordPress-Version 2.7 “Coltrane” ist heute veröffentlicht worden. Vor allem das Backend wurde komplett neu gestaltet – ich poste gerade aus dem neuen QuickPress-Widget auf dem Dashboard. Allen WordPress-Nutzern sei also das Upgrade wärmstens empfohlen!

Defender spielen – im Favicon

Ein Spiel – und das komplett in den 16×16 Pixeln des Favicons! Funktioniert in Opera und Firefox. Gleich mal ausprobieren!

WordPress 2.6 und Permalink-Problem

Zuerst: WordPress 2.6 ist da! Mit tollen neuen Features (Revisionierung von Beiträgen!), aber leider auch Bugs.

Nach meinem Upgrade konnte ich leider Permalinks zu Artikeln nicht mehr erreichen (das offizielle Theme gibt eine 404er-Fehlermeldung), die Übersicht samt Paging und Permalinks zu Kategorien und Tags sowie “Seiten” waren erreichbar.

Zur Erklärung: ich verwendete keine mod_rewrite-Permalinks, sondern die PATHINFO-Permalinks im Stil

http://www.kallensee.info/journal/index.php/2008/08/22/test-beitrag

Nur bei diesen Permalinks, in denen die index.php vorkommt, tritt auch der Fehler auf.

Das Problem ist auch bereits bekannt. Ein Workaround wäre, in der Konfiguration unter Permalinks für Tags und Kategorien eine “Basis” einzutragen (ganz unten). Dadurch ändern sich allerdings Links zu Tags und Kategorien.

Ich habe den Bug gleich dazu genutzt, meine Permalinks auf die mod_rewrite-Variante umzustellen und von unnötigen Informationen zu bereinigen. Der SEO Blog brachte mich auf den Gedanken, dass die Datumsangabe in der URL ziemlich unnötig ist.

Das neue Permalink-Schema für Artikel ist deutlich schlanker als zuvor:

http://www.kallensee.info/journal/test-beitrag

Jetzt ist es natürlich an der Zeit, sich um die alten URLs zu kümmern. Alle Links – bis auf die Beitrags-Permalinks – werden von WordPress automatisch vom alten Format auf die neue Link-Struktur umgeleitet – Tags, Archive usw. Wichtig sind natürlich aber vor allem die Beitrags-Permalinks – die ja bei Google und anderen Blogs noch im alten Permalink-Format vorliegen. Damit die nicht auf einer Fehlerseite landen, habe ich in meine Apache-Konfiguration für den entsprechenden Host eine RedirectMatch-Direktive eingefügt:

RedirectMatch permanent ^/journal/index.php/200(6|7|8)/[0-9][0-9]/[0-9][0-9]/([A-Za-z0-9-/#]*) http://www.kallensee.info/journal/$2

Diese Direktive leitet alle Anfragen auf Beiträge des alten URL-Formats auf das neue Format um. Im Test werden aber alle URL’s korrekt umgeleitet. Wichtig: durch den Parameter “permanent” erfolgt die Weiterleitung mit dem HTTP-Statuscode 301, auf Deutsch: dem Anfragenden wird neben der neuen Adresse mitgeteilt, dass die Seite permanent “verzogen” ist. Für Suchmaschinen äußerst wichtig zu wissen.

Für Verbesserungsvorschläge bin ich jederzeit offen – zumindest optimieren kann man den regulären Ausdruck mit Sicherheit…

User-centered services

Mit identi.ca ist ein weiterer Offener Service an den Start gegangen – das war jedoch mit Sicherheit nicht der letzte Schritt in Richtung dezentralisierte, offene und User-zentrierte Services. Auf der Website von Evan Prodromou, “Erfinder” von identi.ca, finden sich Gedanken zu offenen sozialen Netzwerken. Es wird wirklich Zeit für offene Alternativen zu studiVZ, Facebook und co.!

Unter den Internet-Nutzern findet langsam ein Umdenken statt, wie eine kürzliche Erhebung feststellte. Wichtig ist auch weiterhin die Aufklärung im Bereich Datenschutz. Mit Sicherheit wissen beispielsweise die wenigsten Nutzer der gängigen Instant-Messaging-Services, wozu sie in den Nutzungsbedingungen zugestimmt haben – und tauschen trotzdem persönlichste Informationen über diese Netzwerke aus. Eine unwahrscheinlich gute Alternative im Bereich Instant Messaging ist Jabber bzw. XMPP. Dazu gibt es aber demnächst noch einen detaillierteren Artikel.

Einen passenden Artikel gegen “walled gardens” und für Dezentralisierung von Services findet man im Blog von Christian Car.

Update: Das Zitat von Evan passt einfach zu gut, um es nicht zu verlinken.