Journal

Archiv für die Kategorie „Gadgets“

Palm Pre: Installation von Preware

PrewareAuf dem Palm Pre können neben den offiziellen Anwendungen über den App Catalog auch inoffizielle Anwendungen (sogenannte “Homebrew Apps”), Patches und Themes installiert werden. Für diesen Zweck ist Preware gut geeignet. Ist diese Anwendung einmal installiert, lassen sich über sie weitere Anwendungen aus inoffiziellen Anwendungskatalogen unkompliziert direkt über den Palm Pre installieren. Die Installation erfolgt jedoch auf eigene Gefahr! Schlimmstenfalls kann das Gerät unbrauchbar werden oder der Garantieanspruch erlöschen.

Hier eine Kurzanleitung zur Installation – weitere, deutlich detailliertere Anweisungen und viele weiterführende Links finden sich bei PreCentral: Anleitung zu Preware und WebOS QuickInstall. Die Anleitung bezieht sich auf einen deutschen Palm Pre von O2 mit WebOS 1.3.1 1.4.1.

Installationsschritte:

  1. Zunächst muss WebOS QuickInstall heruntergeladen 3.12 heruntergeladen werden. Diese Anwendung benötigt Java. QuickInstall ermöglicht die Installation von Anwendungen auf dem Pre.
  2. WebOS QuickInstall benötigt den WebOS Doctor von Palm. Für die europäische o2-Version, Firmware 1.3.1 1.4.1, kann er hier hier heruntergeladen werden (die aktuellste Version ist auch hier verlinkt). Er besteht – wie QuickInstall – aus einer JAR-Datei. Die heruntergeladene Datei muss in dasselbe Verzeichnis wie QuickInstall gelegt werden und zu “webOSDoctor.jar” umbenannt werden.
  3. Als weitere Voraussetzung wird Novacom benötigt, eine Bibliothek von Palm. Novacom für Linux kann hier hier (32bit) als DEB-Package heruntergeladen werden, die Datei wird aber von QuickInstall auch automatisch zum Download angeboten. Die Installation von Novacom für 32- und 64bit-Systeme ist auch hier in den Punkten 4 und 5 beschrieben. Update: teilweise wird Novacom unter Ubuntu 9.10 nicht automatisch gestartet. Am Einfachsten kann dies über die Konsole mittels sudo /opt/Palm/novacom/novacomd start selbst getan werden.
  4. Nun kann QuickInstall gestartet werden: z.B. mit “java -jar WebOSQuickInstall.jar &” auf der Linux-Konsole. Es sollte keine Frage nach WebOS Doctor kommen, sofern er korrekt benannt im selben Verzeichnis liegt. Gegebenenfalls erscheint eine Aufforderung zum Download von Novacom. Als Anschlussart sollte “USB” ausgewählt werden. Danach ist QuickInstall einsatzbereit.
  5. Nun muss der Developer-Modus des Pre aktiviert werden. Dazu wird einfach im Launcher über die Universal Search folgendes eingegeben: “upupdowndownleftrightleftrightbastart”. Ist alles eingegeben, erscheint ein Programm-Icon “DeveloperMode” als Suchergebnis. Nach Klick auf das Icon kann der Developer Mode über einen Schieberegler aktiviert werden. Nach Aufforderung sollte das Gerät neu gestartet werden.
  6. Ist das Gerät neu gestartet (im Developer-Modus), wird das Gerät per USB an den PC angeschlossen, die Frage nach dem USB-Modus beantwortet man mit “Nur aufladen”.
  7. Nun wird zunächst der “Package Manager Service” mit Hilfe von QuickInstall installiert. Dazu klickt man rechts auf das dritte Icon von oben, wählt oben “WebOS Internals Feed (all)” aus, setzt den Haken bei “Package Manager Service” und klickt auf “Download”. Nach dem Herunterladen kann das Fenster geschlossen werden, in der Liste des Hauptfensters befindet sich jetzt das entsprechende Paket. Über den “Install”-Button wird das Paket auf dem Pre installiert. Wichtig: nicht zuerst Preware installieren – und nicht den eventuellen Vorschlag von WebOS QuickInstall annehmen, den Package Manager Service automatisch zu installieren, da QuickInstall eine falsche Version verwendet. Seit Preware 1.0 ist der Package Manager Service direkt in Preware integriert und muss nicht mehr separat installiert werden.
  8. Der Package Manager Service ist nun installiert - auf demselben Wege wird nun auch Preware installiert. Klick auf das unterste rechte Icon, Feed “WebOS Internals Feed (all) (Pre)” auswählen, Haken bei “Preware” setzen, Klick auf “Download”, “Close”, “Install”. Fertig!
  9. Preware benötigt den Developer-Modus nicht mehr, deshalb sollte man aus Sicherheitsgründen diesen Modus nun wieder verlassen. Also in der Universal Search “upupdowndownleftrightleftrightbastart” eingeben, Klick auf das erscheinende Programm-Icon, Developer-Modus ausschalten, Neustart.
  10. Nun kann die neue Anwendung “Preware” gestartet und alle verfügbaren Anwendungen installiert werden! Dies sollte allerdings wohl überlegt geschehen, da sich alle der Anwendungen – inklusive Preware selbst – im Beta-Stadium befinden. Außerdem sollte man in den Preware-Einstellungen festlegen, in welchen Abständen die Anwendungslisten aktualisiert und von welchen Listen überhaupt Anwendungen angezeigt werden sollen. Weiterer Hinweis: vor einem WebOS-Update sollten alle eventuell installierten Patches deaktiviert werden!

Viel Erfolg beim Ausprobieren der Vielzahl an “Homebrew Apps”, Patches und Themes!

Palm Pre und Self-signed-Zertifikate für IMAP

Seit ein paar Tagen bin ich stolzer Besitzer des Palm Pre. Dazu folgt in Kürze ein ausführlicheres Review.

Hier ein Tipp für alle, die ihr IMAP(S)-Postfach mit dem Pre benutzen wollen, aber ein selbst signiertes Zertifikat verwenden und die Fehlermeldung “Das Sicherheitszertifikat des Servers ist ungültig oder Datum und Uhrzeit sind nicht korrekt eingestellt.” erhalten:

Da es leider keine Möglichkeit gibt, dem selbst signierten Zertifikat im Mail-Client zu vertrauen, muss das Zertifikat im Zertifikats-Manager des Pre installiert werden.

Zunächst muss das Zertifikat in ein geeignetes Format gebracht werden. Da ich am PC Thunderbird mit diesem Konto verwende, hier die Anleitung für Thunderbird (diese Anleitung setzt das Thunderbird-Addon Cert Viewer Plus voraus): “Extras” > “Zertifikat-Manager”, Reiter “Websites” das richtige Zertifikat des entsprechenden Servers auswählen, dann Klick auf den Button “Ansicht”. Im sich öffnenden Fenster Klick auf den Button “Export”, Format “X.509 Certificate (DER)”, Speichern.

Das exportierte Mailserver-Zertifikat im X.509 DER-Format kann nun auf den Palm in einen beliebigen Ordner kopiert werden. Nun muss das Zertifikat nur noch im Zertifikats-Manager des Pre importiertt werden. Dieser Manager ist etwas versteckt: im Anwendungsmenü links oben auf “Startbildschirm” > “Anwendungsliste”, dort wiederum links oben auf “Einstellungen” > “Zertifikatmanager”.

Dort muss über das Icon links unten das Zertifikat hinzugefügt werden. Nach dem Klick auf das Icon werden alle auf dem Gerät befindlichen Zertifikatsdateien angezeigt – unter anderem auch das eben per USB auf den Pre kopierte Zertifikat als DER-Datei. Diese Datei einfach auswählen, fertig.

Die E-Mail-Anwendung funktioniert nun auch mit dem selbstsignierten Zertifikat und gibt keine Warnungen mehr aus.

Nokia 5800 XpressMusic (“Tube”) offiziell angekündigt

Gestern wurde das Nokia 5800 ExpressMusic, aus Gerüchten eher unter dem Arbeitstitel “Tube” bekannt, offiziell vorgestellt. Das 5800 wird das erste Handy mit der neuen S60-Oberfläche in der Version 5 sein, die auf die Bedienung mit Touchscreen optimiert wurde.

Die technischen Daten: das Display hat eine Auflösung von 360 x 640 Pixeln mit 24 Bit Farbtiefe und taktiles Feedback (leichte Vibrationen beim Berühren). Die Verbindungsmöglichkeiten sind vielfältig: neben GSM, UMTS, Bluetooth und WLAN ist ein microUSB-Anschluss vorhanden, Kopfhörer können mit einem Standard-3,5mm-Stecker angeschlossen werden, der auch als TV-Out verwendbar ist. A-GPS ist ebenso eingebaut. Wie unter anderem beim N95 ist auch ein Bewegungssensor eingebaut, der auch die Rotation des Displays steuert. Außerdem ist auch ein Annäherungssensor dabei, den es bereits beim Nokia 7650 schon einmal gab. Ein Stereo-Radio ist auch dabei, leider aber wohl kein FM-Transmitter. Die Auflösung der Kamera ist mit 3,2 Megapixeln eher im Mittelfeld, hat aber auch das übliche Carl Zeiss-Autofokus-Objektiv; Videos können mit 30 Frames pro Sekunde im Widescreen-Format (640×360 Pixel) aufgenommen werden. Betriebssystem ist Symbian OS v9.4.

Wie bereits angekündigt wurde, handelt es sich bei dem Telefon nicht um ein neues Flagschiff, sondern eher um ein Mittelklasse-Gerät – darum ist auch der Preis mit etwa 279 Euro (zzgl. Steuern) überraschend niedrig.

Das Gerät selbst hat nur Speicher für Betriebssysteme und einige Anwendungen (81 MB), es liegt aber eine 8 GB-MicroSD-Speicherkarte bei (der Slot ist Hot-Swap-fähig, maximal möglich sollen 16 GB-MicroSD-Karten sein). Im Lieferumfang befindet sich auch ein Stylus und ein Plektron, mit dem man das Gerät bedienen kann – ein Großteil aller Aufgaben sollen sich aber auch mit dem Finger direkt erledigen lassen. Sehr praktisch auch: der mitgelieferte aufklappbare Ständer.

Endlich ist es also soweit und Nokia baut Handys mit großem Touchscreen! Wie gut die Oberfläche gelungen ist, werden wir aber erst erfahren, wenn es erste Testgeräte gibt – CrunchGear war von der Bedienung bei einem ersten Hands-On nicht sonderlich beeindruckt.

Einen recht guten Eindruck von der Benutzeroberfläche vermitteln die ersten Videos bei SymbianFreak.

[UPDATE]: Ein sehr ausführliches und lesenswertes Review ist bei Mobile-Review erschienen.

[UPDATE 2]: Ein sehr ausführliches Review zur S60 5th edition ist nun ebenfalls bei Mobile-Review zu finden.

Via Darla Mack, SymbianFreak, Symbian-Guru. Foto © Nokia.

“Casulo” – Appartment auf einer Euro-Palette

Casulo” von Marcel Krings und Sebastian Mühlhäuser ist eine Lösung für Leute, die oft umziehen. Mit Hilfe eines faszinierenden platzsparenden Konzepts passt die gesamte Einrichtung, die man so braucht, auf eine normale Euro-Palette. Mit dieser Idee, aus ihrer Diplomarbeit an der Köln International School of Design hervorgegangen, gewannen sie 2007 den Abraham & David Roentgen-Preis. Derzeit läuft wohl die Suche nach einem Partner, um “Casulo” produzieren zu können.

(via core77)

FlipSilent: Anrufe und Wecker durch Telefon-Drehungen verstummen lassen

FlipSilent v1.01Wer bereits ungeduldig auf ShutUp wartet, für den gibt es nun eine Alternative: der chinesische Symbian-Entwickler Tong Ren hat mit FlipSilent eine Applikation entwickelt, die etwa denselben Zweck erfüllt: durch einfaches Umdrehen des Telefons auf die Display-Seite kann man gerade eingehende Anrufe abweisen oder zumindest den Rufton lautlos stellen, was das Video zeigt. Es kann konfiguriert werden, ob bei eingehenden Anrufen und der Umdreh-Bewegung das “Lautlos”-Profil aktiviert oder der Anruf abgewiesen werden soll. Weiterhin kann eingestellt werden, welches Profil beim Zurückdrehen des Telefons aktiv werden soll und ob man die kleine Anwendung per Autostart laden will.

Besonders interessant finde ich, dass die Anwendung auch im Zusammenhang mit dem Wecker funktioniert: beim Umdrehen des Telefons bei aktivem Weckton wird die “Snooze”-Funktion ausgeführt – und der Weckton ertönt ein wenig später erneut. Dies funktionierte bei mir in der aktuellen Version 1.01 allerdings nur bei aktivierter Flip-Aktion “Hang up call”.

Die Anwendung funktioniert bereits ganz gut – nur etwas Feinschliff ist noch nötig. So ist FlipSilent immer aktiv und kann so auch unbeabsichtigt in das “Lautlos”-Profil wechseln. Damit werden wohl auch immer die Lage-Informationen vom Accelerometer abgefragt, was einen erhöhten Stromverbrauch mit sich bringen dürfte, wie schon in frühen Betas von RotateMe 2 zu sehen war. Eine Aktivierung ausschließlich bei eingehenden Anrufen und beim Weckton wäre wohl sinnvoll.

Mit dem Release “überholt” der chinesische Entwickler den Franzosen Samir, der für diese Woche eine erste Beta von ShutUp angekündigt hatte, die sich allerdings noch etwas verzögern dürfte. FlipSilent ist darüber hinaus als unsignierte Anwendung bereits frei zum Download erhältlich, während RotateMe zunächst als closed-beta für Spender erscheinen wird.